Medizinische Themen
Knochen- und Knochenersatzmaterialien zur parodontalen Regeneration bzw. Implantate
Die technischen Entwicklungen in der Zahnheilkunde und der Anspruch der Patienten, den Verlust bleibender Zähne zu vermeiden oder zumindest bis ins hohe Lebensalter zu verschieben, haben zu neuen Leistungsmöglichkeiten der Zahnmedizin geführt.
Zwei Verfahren, die in den letzten Jahren zunehmend in der zahnärztlichen Praxis angewendet werden sind die systematische Therapie der "Parodontitis" (im Volksmund fälschlicherweise Parodontose genannt) am vorhandenen Zahn und die Versorgung mit Implantaten – künstlichen Zahnwurzeln – nach Zahnverlust.
Die Nützlichkeit und Wirksamkeit dieser beiden Verfahren kann als erwiesen gelten, moderne Technologien sollen jedoch helfen, den Behandlungserfolg bei beiden Verfahren weiter zu verbessern.
Eine dieser modernen Technologien ist die Anwendung von Knochen- und Knochenersatzmaterialien, die in der Therapie der Parodontitis und bei der Versorgung mit Implantaten (künstlichen Zahnwurzeln) immer häufiger verwendet werden:
- Da bei einem fortgeschrittenen Erkrankungsgrad der durch die Parodontitis verursachte Knochenverlust nicht durch natürliche Heilungsprozesse ausgeglichen werden kann, werden Knochen- oder Knochenersatzmaterialien eingesetzt, um eine Neubildung des Knochens anzustoßen bzw. zu ermöglichen.
- Über den langfristigen Erfolg von Implantaten im Kiefer entscheidet die Qualität des dort vorhandenen Knochens. Um die Haltbarkeit und Stabilität der künstlichen Zahnwurzeln zu verbessern, werden Knochen- und Knochenersatzmaterialien verwendet, die ein ausreichendes Lager für knochenverankerte Implantate schaffen sollen.
Die folgenden Informationen richten sich an betroffene oder interessierte Leser. Sie informieren über Durchführung, Wirksamkeit und Risiken der Behandlungsverfahren in der Parodontologie und Implantologie, bei denen Knochen- und Knochenersatzmaterialien zum Einsatz gelangen sowie über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Vergleich verschiedener Knochen- und Knochenersatzmaterialien.
Diese Informationen können bei der Entscheidung für oder gegen ein Behandlungsverfahren helfen. Sie können die Abklärung der persönlichen Voraussetzungen eines Erkrankten mit der Ärztin / dem Arzt nicht ersetzen. Vielmehr sollen diese Informationen das persönliche Gespräch mit der behandelnden Ärztin / dem behandelnden Arzt unterstützen.
Zuletzt geändert am: 12.04.2005