Sie befinden sich hier: Medizinische Themen / Knochenschwund / Quantitativer Ultraschall / 4. Wirksamkeit
Ultraschalluntersuchung zur Ermittlung des Risikos für osteoporotische Frakturen

Wirksamkeit

Was wird gemessen und welche Bedeutung hat das Messergebnis?

Für ein Messverfahren ist es wichtig, dass
  • es misst, was es messen soll,
  • bei mehreren Messungen an einem Patienten der Messwert annähernd gleich ist,
  • Veränderungen ausreichend sicher erfasst werden (zum Beispiel im zeitlichen Verlauf).

Bisher wird die Diagnose Osteoporose anhand der Knochenmineraldichte gestellt, wenn diese um bestimmte Maße unter der Knochendichte junger gesunder Personen liegt. So kann zum Beispiel mit der Röntgenabsorption mit DXA direkt die Dichte der von Frakturen besonders gefährdeten Knochen (der Wirbelkörper und des Oberschenkelhalses) gemessen werden.

Wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass sich mit der quantitativen Ultraschalluntersuchung in vergleichbarer Weise wie mit DXA ermitteln lässt, ob bei einer untersuchten Person ein Risiko besteht, dass innerhalb eines Zeitraumes von einem halben bis fünfeinhalb Jahren eine osteoporotische Fraktur eintritt. Es lässt sich jedoch derzeit nicht abschätzen, welchen Beitrag die quantitative Ultraschalluntersuchung der Knochen zur Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Osteoporose liefert.

Folgende Punkte können bei dieser Abschätzung eine Rolle spielen:
  • Die mit QUS gemessenen Skelettareale entsprechen nicht den vorzugsweise von osteoporotischen Frakturen betroffenen Knochen.

  • Es ist nicht bekannt, welche Knocheneigenschaften die QUS misst. Bei den Röntgenabsorptionsverfahren wird über die Knochenmineraldichte auf die Frakturgefährdung geschlossen. Die eigentlichen (intrinsischen) Faktoren wie Knochenmaterialeigenschaften, Geometrie, Mikrofrakturen im Knochen und Umbauvorgänge sind durch nicht-invasive Verfahren nicht zu ermitteln.

  • Wegen der Unterschiede in den Techniken, ihren Messgrößen und Ergebnissen sind die quantitativen Ultraschallverfahren nicht direkt miteinander vergleichbar. Es wurde nicht, wie bei DXA eine Standardisierung durchgeführt. Derzeit sprechen die meisten Ergebnisse für die Messung durch das Fersenbein. Die bildliche Darstellung der Messregion soll eine höhere Genauigkeit des Messortes erreichen. Die Bedeutung für die alltägliche Anwendung ist noch nicht erwiesen.

  • Die Früherkennung einer Erkrankung oder eines Risikos für eine Erkrankung ist dann wichtig, wenn sie zu einer wirkungsvollen Frühbehandlung führt. Es ist in der dieser Information zugrunde liegenden Studie nicht geprüft, ob und wieweit die bekannten Therapieverfahren bei Osteoporose die mit der QUS gemessenen Werte verändern.
Zuletzt geändert am: 25.10.2004
BARMER GEK-Homepage | myGEK: Kundenportal | myGEKpro: Arbeitgeberservice | mach2. Besser essen. Mehr bewegen.
Fit mit Musik | Krankenhaussuche - Weisse Liste

Zusatzinformation Access-Keys:

1 Homepage
2 Navigation überspringen bzw. direkt zum Content springen
3 Sitemap
4 Suche
5 Alternativmedizin
6 Medizinische Themen
7 Rechtsinformationen
8Impressum
9 Kontakt
0 Infos zur Barrierefreiheit der Website