Ultraschalluntersuchung zur Ermittlung des Risikos für osteoporotische Frakturen
Osteoporose und osteoporotische Fraktur
Die Osteoporose ist eine Erkrankung, die durch niedrige Knochenmasse und eine Beeinträchtigung der Mikroarchitektur des Knochengewebes gekennzeichnet ist und so zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und daraus folgend zu einem erhöhten Risiko führt, Frakturen zu erleiden.
Das Krankheitsgeschehen betrifft das gesamte Knochengerüst eines Menschen. Das Gleichgewicht von Knochenaufbau und Knochenabbau ist gestört, der Feinaufbau und die Zahl der Knochenbälkchen (siehe auch
Knochenaufbau) werden verändert. Die Knochen verlieren ihren Gehalt an Kalksalzen, die Knochenmineraldichte wird geringer. Die Folge davon ist, dass der Knochen leichter bricht. Schon das Einwirken geringer Kraft kann zu einem Knochenbruch, einer Fraktur, führen. Somit ist die Osteoporose ein Risikofaktor für eine erhöhte Knochenbrüchigkeit, diese wiederum ist ein Risikofaktor für Knochenbrüche (Frakturen).
Experimente haben gezeigt, dass die Knochen(mineral)dichte etwa 80% der Bruchfestigkeit eines Knochens ausmacht. Sie lässt sich mit den Röntgenverfahren (DXA und QCT) abschätzen. Durch die Untersuchung der Knochendichte soll erkannt werden, ob für eine Patientin oder einen Patienten das Risiko erhöht ist, einen Knochenbruch zu erleiden. Andere, für die Knochenqualität wichtige Einflüsse, wie die Vernetzung
elastischer Fasern oder die Existenz mikroskopisch kleiner Frakturen (Mikrofrakturen) sowie die Struktur der Knochenbälkchen (Trabekelstruktur), lassen sich nicht ohne Eingriff in den Körper untersuchen.
Zuletzt geändert am: 25.10.2004