Osteoporose
Was ist eine Osteoporose?
Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Erkrankung des Skeletts, die durch eine niedrige Knochenmasse und einen gestörten Feinbau des Knochengewebes charakterisiert ist.
Bei fortgeschrittener Osteoporose werden die Knochen so instabil, dass es zu Knochenverformungen kommen kann. Ebenso können vergleichsweise geringe Belastungen, wie z. B. ein Sturz, zu Knochenbrüchen (besonders an Oberschenkelhals, Unterarm, Wirbelsäule) führen (Abbildung). Die Folgen dieser Veränderungen sind vor allem Schmerzen, eine eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zu Bettlägerigkeit und Pflegebedürftigkeit.
Meist befällt die Osteoporose das gesamte Skelett. Selten ist sie nur auf eine bestimmte Region, z. B. die Wirbelsäule, begrenzt.

Abbildung: Osteoporose-bedingte Wirbelveränderungen; Quelle: Lunar GmbH
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Folgende Anzeichen können auf eine Osteoporose hindeuten:
- unklare Schmerzen an der Wirbelsäule, an den Armen oder an den Beinen,
- Knochenbrüche nach einer geringen Unfallbelastung (z. B. einem Sturz aus dem Stand),
- eine abnehmende Körpergröße (mehr als 4 Zentimeter) oder
- eine zunehmende Verkrümmung der Wirbelsäule.
In diesen Fällen sollte eine Ärztin / ein Arzt aufgesucht werden (siehe Ärztliche Untersuchung).
Bei der Osteoporose werden zwei Formen unterschieden: die
primäre und die
sekundäre Osteoporose:
In mindestens 75 Prozent der Fälle besteht eine
primäre Osteoporose. Hierbei lässt sich nicht eine einzelne Ursache finden. Vielmehr begünstigen mehrere Faktoren die Entstehung dieser Osteoporoseform. Das Risiko, an einer primären Osteoporose zu erkranken, kann durch die Vorbeugung deutlich reduziert werden.
In den übrigen Fällen handelt es sich um eine sekundäre
Osteoporose. Hier ist der erhöhte Knochenabbau eine Folge- oder Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung.
Hierzu gehören:
- Hormonstörungen: wie z. B. eine Überfunktion der Schilddrüse, eine übermäßige Bildung von Parathormon in der Nebenschilddrüse, eine übermäßige Bildung von Cortisol in der Nebennierenrinde oder eine verminderte Bildung von Sexualhormonen (bei Frau und Mann),
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Krebserkrankungen: Tumore von Knochenmarkszellen (z. B. Plasmozytom) und Tochtergeschwülste (Metastasen) anderer Tumoren,
- chronische Leber- und Nierenschäden,
- chronische Magen-Darm-Erkrankungen: z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn,
- chronische Bronchitis,
- rheumatoide Arthritis (Gelenkrheumatismus) und
- Zustand nach Organtransplantationen: Die Medikamente, die gegen die Organabstoßung eingenommen werden und das Immunsystem schwächen, insbesondere das Kortison, können eine Verringerung der Knochendichte bewirken.
Der weitere Text der vorliegenden Informationen zu Osteoporose und Knochendichtemessung beschäftigt sich hauptsächlich mit der primären Osteoporose.
Zuletzt geändert am: 03.07.2003