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Knochendichtemessung

Durchführung

Wie wird eine Knochendichtemessung durchgeführt?

Die Knochendichtemessung kann mit verschiedenen Verfahren und Geräten durchgeführt werden. Am aussagekräftigsten ist die Messung an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals, weil dort die Knochendichteminderung zuerst erkannt werden kann. Die osteoporose-bedingten Veränderungen sind an diesen Stellen am häufigsten und deutlichsten. In der Regel wird deshalb die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule und / oder am Oberschenkelhals gemessen. Bei Bedarf kann die Aussagekraft der Messung durch zusätzliche Messungen am Unterarm oder an der Ferse erhöht werden.


Abbildung: Durchführung einer Knochendichtemessung
Quelle: Hologic
Bei den Messungen an der Wirbelsäule, am Oberschenkelhals oder am Unterarm liegt die Patientin / der Patient angekleidet auf einer Liege (Abbildung). Metallteile in der untersuchten Region können das Messergebnis verfälschen. Daher müssen z. B. Gürtel mit Metallschnallen oder Geldstücke in den Hosentaschen während der Messung weggelegt und ein Metallreißverschluss an der Hose geöffnet und zur Seite geschlagen werden.

Zwar gibt es Spezialgeräte, die durch Metallimplantate in den Knochen hervorgerufene Messfehler automatisch beseitigen können, Sie sollten jedoch bitte die Untersucherin / den Untersucher immer darauf hinweisen, wenn Sie z. B. eine künstliche Hüfte oder Metallnägel in den zu untersuchenden Knochen haben.

Bei der Messung an der Ferse sitzt die Patientin / der Patient angekleidet, aber barfuß auf einem Stuhl und stellt den Fuß in das Messgerät. Bei einem neueren Unterarmmessgerät kann die Messung ebenfalls im Sitzen durchgeführt werden. Der Arm wird dabei in eine Art Schale gelegt.

Das Untersuchungspersonal ist im Normalfall während der gesamten Messung im Untersuchungsraum anwesend.

Messgeräte

Die zur Zeit eingesetzten Verfahren und Geräte unterscheiden sich in ihrer Messqualität nur wenig. Die Strahlenbelastung ist jedoch sehr verschieden.

Röntgen-Absorptiometrie

Bei der Röntgen-Absorptiometrie wird die Abschwächung von Röntgenstrahlen gemessen (Absorptiometrie = Messung der Abschwächung) und daraus der Knochendichtewert errechnet.

Es gibt folgende zwei Arten dieses Verfahrens:
  • die Ein-Energie-Röntgen-Absorptiometrie (Single X-ray Absorptiometry, SXA) und
  • die Zwei-Energie-Röntgen-Absorptiometrie (Dual X-ray Absorptiometry, DXA).
Das SXA-Verfahren wird in Deutschland nur wenig angewendet. Das DXA-Verfahren ist eine Weiterentwicklung des SXA-Verfahrens. Die beiden Arten unterscheiden sich in den physikalischen Eigenschaften der verwendeten Röntgenstrahlen. Messfehler können beim DXA-Verfahren rechnerisch verkleinert werden. Das SXA-Verfahren wird für die Messung am Unterarm und an der Ferse, das DXA-Verfahren für die Messung an der Wirbelsäule und am Oberschenkelhals eingesetzt. Auch Ganzkörpermessungen sind mit dem DXA-Verfahren möglich.

Das sogenannte periphere DXA-Verfahren (Peripheral Dual X-ray Absorptiometry, pDXA), das die Knochendichte am Unterarm oder der Ferse mißt, ist noch im Versuchsstadium.

Zur Zeit wird in Deutschland das DXA-Verfahren für die Messung an der Wirbelsäule und am Oberschenkelhals am häufigsten angewendet. Die Strahlenbelastung ist verglichen mit der Quantitativen Computer-Tomographie gering.

Quantitative Computer-Tomographie (QCT)

Die quantitative Computertomographie ist eine Röntgenschichtaufnahme. Sie erlaubt die getrennte Messung von Knochenaußenschicht und Knochenbälkchen (siehe Aufbau der Knochen). Da der Stoffwechsel in den Knochenbälkchen aktiver ist als in der Außenschicht und sich hier Veränderungen des Knochenstoffwechsels besser erkennen lassen, hat dieses Verfahren Vorteile gegenüber den SXA / DXA-Verfahren. Die Genauigkeit der quantitativen Computertomographie ist jedoch geringer und die Strahlenbelastung um ein Vielfaches höher als z. B. beim DXA-Verfahren. Mit der quantitativen Computertomographie können sowohl an der Wirbelsäule als auch mit der sogenannten peripheren QCT (pQCT) an den Extremitätenknochen (Unterarm, Mittelhand, Unterschenkel und Ferse) Messungen durchgeführt werden.

Ultraschallmessung

Die Ultraschalluntersuchung ist eine neue Methode in der Diagnostik der Osteoporose. Zur Untersuchung der Knochendichte werden hier Ultraschallwellen eingesetzt. Der Vorteil gegenüber den herkömmlichen Verfahren ist das Fehlen der Strahlenbelastung. Außerdem lassen sich Aussagen über den Knochenfeinbau machen.

Diese Untersuchungsmethode ist derzeit in der wissenschaftlichen Erprobungsphase. Die Qualität und der Nutzen der Ultraschallmessung sind wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen. Daher sollte diese Methode in der Erkennung und Früherkennung der Osteoporose nicht eingesetzt werden.
Zuletzt geändert am: 02.07.2003
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