Osteoporose und Knochendichtemessung
Aufbau der Knochen
 Abbildung: Knochenbau (Oberschenkelhals)
Quelle der Abbildung: Hologic
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Das Skelett des Menschen besteht aus zahlreichen Knochen, die dem Körper Halt und Stabilität geben. Die Knochen müssen zu diesem Zweck elastisch sein und einen großen Druck aushalten können. Sie bestehen aus einer festen Außenschicht (Kompakta), den feinen Knochenbälkchen und dem Knochenmark (Abbildung). Ihr Baumaterial ist ein elastisches Bindegewebe, in das Kalksalz, ein Salz aus Kalzium und Phosphat, eingelagert wird. Das Kalksalz verleiht dem Knochen die notwendige Druckstabilität und ist gleichzeitig der wichtigste Kalziumspeicher des Körpers.
Die Knochen sind keine starren, leblosen Gebilde, sondern passen sich durch einen aktiven Umbau der Knochensubstanz den jeweiligen körperlichen Belastungen an.
Verschiedene körpereigene Hormone regeln den Knochenstoffwechsel und den Kalziumhaushalt. Vor allem das Vitamin D ist hierbei sehr wichtig. Das Vitamin D sorgt für die Aufnahme des Kalziums aus der Nahrung und den Einbau in die Knochen. Besteht ein Vitamin D-Mangel, beschafft sich der Körper das Kalzium, das er auch für andere lebenswichtige Vorgänge benötigt, aus den Knochen. Dadurch nimmt die Knochendichte ab. Das Vitamin D wird im Körper durch den Einfluss von Sonnenstrahlen in der Haut vorgeformt und in der Niere zum wirksamen Hormon verändert. Einige Nahrungsmittel enthalten Vorstufen des Vitamin D und sorgen für eine ausreichende Deckung des Bedarfs (siehe Vorbeugung).
Bei ausreichender Kalzium- und Vitamin D-Versorgung befinden sich Auf- und Abbau der Knochensubstanz im Gleichgewicht. Die Zunahme der Knochendichte bis zum 35. bis 40. Lebensjahr und die Abnahme um ca. 1 Prozent pro Jahr im weiteren Leben sind normale Alternsprozesse und nicht krankhaft. Verschiedene Risikofaktoren und Krankheiten können jedoch zu einem verstärkten Abbau der Knochensubstanz und damit zur Osteoporose führen.
Zuletzt geändert am: 25.10.2004