Sie befinden sich hier: Medizinische Themen / Schwerhörigkeit / Hörscreening
Schwerhörigkeit

Neugeborenen-Hörscreening

Ziele und Inhalt der Information

Anhaltende Störungen des Hörvermögens beeinträchtigen bei Säuglingen und Kleinkindern die Reifung des Hörsystems (der Hörbahn und des Hörzentrums) durch die fehlenden Sinnesreize. Das Kind kann nicht oder nur eingeschränkt sprechen lernen, oft sind die schulischen Chancen vermindert. Die Lebensqualität von Kindern mit Hörstörungen ist eingeschränkt, da ihnen einer der fünf Sinne, die dabei helfen, sich zu orientieren, nicht oder nur eingeschränkt zu Verfügung steht.

Wenn eine angeborene Hörstörung rechtzeitig behandelt wird, kann die Hör- und Sprachentwicklung altersgerecht oder zumindest besser als ohne diese Versorgung verlaufen.

Etwa 0,15% der Neugeborenen sind von Hörstörungen unterschiedlichen Grades betroffen. Derzeit werden kindliche Hörstörungen durchschnittlich im Alter von 31 Monaten diagnostiziert, eine Hörgeräteanpassung erfolgt durchschnittlich im Alter von 36 Monaten. Bis dahin ist wichtige Zeit verstrichen, in der durch ein Hörgerät die für die Hörbahnreifung wichtigen Hörreize vermittelt werden können. Ein Screeningprogramm zur Untersuchung von Neugeborenen auf Hörstörungen soll ermöglichen, dass Hörstörungen früher erkannt und behandelt werden.

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde überprüft, ob ein Neugeborenen-Hörscreening dazu führt, Hörstörungen früher zu erkennen und zu behandeln als ohne diese Maßnahme, und welche Bestandteile eine solche Früherkennungsmaßnahme haben muss.

Wir informieren über das Neugeborenen-Hörscreening, das dazu dient, eine bei einem Neugeborenen bestehende Hörstörung so früh wie möglich zu erkennen. Dann kann so früh wie möglich eine Behandlung eingeleitet werden.

Unsere Informationen basieren auf dem Health Technology Assessment-Bericht: "Hörscreening für Neugeborene. Ein Health Technology Assessment der medizinischen Effektivität und der ökonomischen Effizienz". Arbeitsgruppe Health Technology Assessment Neugeborenen-Hörscreening (Kunze, S., Schnell-Inderst, P., Hessel, F., Grill, E., Nickisch, A., Siebert, U., von Voß, H., Wasem, J., Schriftenreihe des Deutschen Institutes für Medizinische Dokumentation und Information, Hrsg. H.-P. Dauben, A. Rüther, F. Warda, Deutsche Agentur für Health Technology Assessment des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DHTA@DIMDI), Band 12, Köln, 2004.

Eltern sollen mit dieser Information in ihrer Entscheidung unterstützt werden, ob sie den Test bei ihrem Kind durchführen lassen möchten. Wir informieren auch darüber, welche Hörstörungen es gibt, welchen Einfluss sie auf die Entwicklung der Sprache haben, wie eine permanente Hörstörung diagnostiziert und wie sie behandelt werden kann. Die Behandlungsinformationen sind kurz gefasst. Außerdem finden Sie Informationen über den Aufbau des Ohres und das Gehör sowie über die im Screening eingesetzten Testverfahren.

Die Informationen können die im Rahmen des Tests und der Abklärung erforderlichen und auf das einzelne Kind bezogenen Gespräche mit den behandelnden Ärzten und die dort durchgeführten Untersuchungen nicht ersetzen. Vielmehr sollen diese Informationen das persönliche Gespräch zur Entscheidungsfindung mit den behandelnden Ärzten unterstützen.
Zuletzt geändert am: 25.01.2005
BARMER GEK-Homepage | myGEK: Kundenportal | myGEKpro: Arbeitgeberservice | mach2. Besser essen. Mehr bewegen.
Fit mit Musik | Krankenhaussuche - Weisse Liste

Zusatzinformation Access-Keys:

1 Homepage
2 Navigation überspringen bzw. direkt zum Content springen
3 Sitemap
4 Suche
5 Alternativmedizin
6 Medizinische Themen
7 Rechtsinformationen
8Impressum
9 Kontakt
0 Infos zur Barrierefreiheit der Website