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Gefäßerkrankungen

Nierenarterienstenose: Bildgebende Diagnostik

Inhalte und Ziele der Information

Eine Einengung (Stenose) der Arterien, die die Nieren mit Blut versorgen, kann die Ursache für Bluthochdruck oder eine Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz, Nierenversagen) sein. Wird diese Störung rechtzeitig erkannt und behandelt, kann der Bluthochdruck oft normalisiert werden. Auch das Fortschreiten der Niereninsuffizienz kann verhindert oder verlangsamt werden.

Bei einem Verdacht auf eine Nierenarterienstenose wird mit allgemeinen und speziellen Untersuchungen geklärt, ob und in welchem Ausmaß die Einengung vorliegt. Das Standard-Untersuchungsverfahren ist die intraarterielle Subtraktionsangiographie, bei der ein Katheter in die Arterien vorgeschoben wird. In den letzten Jahren wurden neue bildgebende Verfahren entwickelt oder durch die technischen Fortschritte für die Untersuchung der Nierenarterien anwendbar gemacht. Es sind die Computertomographische Angiographie (CT-Angiographie, die Magnetresonanz-Angiographie (MR-Angiographie), die Doppler-Sonographie und die Szintigraphie.

Nicht jede neue Untersuchungsmethode ist für jeden Patienten geeignet und für jeden Patienten gleichermaßen wirksam. Im Folgenden informieren wir über die Möglichkeiten der Diagnostik der Nierenarterienstenose mit den genannten bildgebenden Verfahren sowie über die Wirksamkeit und die Besonderheiten der einzelnen Untersuchungsverfahren.

Sie finden außerdem Informationen über die Nierenarterienstenose und ihre möglichen Folgen, kurz dargestellt werden die Behandlungsmöglichkeiten.

Die Informationen wurden für Personen verfasst, bei denen der Verdacht besteht, dass bei ihnen eine Nierenarterienstenose vorliegen könnte. Sie wendet sich auch an Angehörige betroffener Personen oder an andere interessierte Leserinnen und Leser. Zu beachten ist, dass die Diagnoseverfahren für Kinder unter 10 Jahren nur unter besonderen Bedingungen anwendbar sind. Die Angaben sind darum auf diese Altersgruppe nicht zu übertragen.

Die folgenden Informationen sollen bei der Entscheidung für oder gegen die Durchführung eines der Diagnoseverfahren bei Verdacht auf Nierenarterieneinengung helfen. Die hier vermittelten Fakten können jedoch keinesfalls eine persönliche Beratung durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt ersetzen, in der die für einen Patienten oder eine Patientin wichtigen persönlichen Voraussetzungen für eine solche Diagnosemaßnahme abgeklärt werden. Vielmehr sollen die Informationen das persönliche Gespräch zur gemeinsamen Entscheidungsfindung mit den behandelnden Ärzten unterstützen.

Hintergrund der Information ist der Health Technology Assessment-Bericht: "Verfahrensbewertung der CT-Angiographie, MR-Angiographie, Doppler-Sonographie und der Szintigraphie bei der Diagnose von Nierenarterienstenosen." Mand P. Schriftenreihe des Deutschen Institutes für Medizinische Dokumentation und Information, Band 29. Asgard-Verlag, Sankt Augustin, 2003.
© ISEG Hannover / Medizinische Hochschule Hannover. Alle Rechte vorbehalten. Autor: siehe Impressum; die Patienteninformation wurde im Dezember 2004 erstellt.
Zuletzt geändert am: 14.12.2004
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