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Gebärmutterhalskrebs

Neue Techniken für die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Dünnschichtpräparationen und computergestützte Untersuchung von Zervixabstrichen

Für wen wurde diese Information erstellt und welche Ziele hat sie?

Untersuchungen zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses gehören in Deutschland seit 1971 zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zur frühzeitigen Entdeckung von krankhaften Veränderungen am Gebärmutterhals haben Frauen ab dem 20. Lebensjahr einmal jährlich Anspruch auf eine entsprechende Untersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung.
Die Untersuchung erfolgt durch einen Abstrich während einer gynäkologischen Untersuchung, den so genannten Papanicolaou-Test (meist Pap-Test genannt). Im Labor werden die mit diesem Abstrich gewonnen Proben unter dem Mikroskop begutachtet und auf krankhafte Veränderungen hin untersucht.
Seit der Einführung des Krebsfrüherkennungsprogramms ist in Deutschland, wie auch in den anderen westlichen Industrienationen, ein deutlicher Rückgang in der Zahl der Neuerkrankungen und auch in der Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs zu beobachten. So verringerte sich die Rate der Neuerkrankungen auf weniger als die Hälfte der Ausgangswerte vor der Einführung der Krebsfrüherkennung und die Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs sank allein in den letzten 15 Jahren um 40 %.
Dennoch ist die verwendete Untersuchungsmethode nicht immer fehlerfrei und in der Laboruntersuchung können Erkrankungsfälle "übersehen" werden. Eine Verbesserung der Ergebnisse kann jedoch durch eine Verschärfung der Qualitätskontrollen in den Labors erreicht werden. Darüber hinaus werden derzeit neue Techniken zur Gewinnung der Abstriche und zur Auswertung dieser Proben mit Hilfe von Computern in Deutschland eingeführt.
Diese neuen Techniken – die Dünnschichtpräparation zur Gewinnung von qualitativ hochwertigen Abstrichen und die computergestützte Auswertung von Abstrichen – gehören derzeit noch nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), sondern werden als so genannte IGEL-Leistung (dies ist die private Inanspruchnahme Individueller Gesundheits-Leistungen für gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten) gegen eine privat zu zahlende Gebühr angeboten.
Die folgenden Informationen berichten über Durchführung, Wirksamkeit und Risiken der herkömmlichen und der neuen Vorsorgemaßnahmen gegen Gebärmutterhalskrebs und richten sich an betroffene oder interessierte Leserinnen.
Diese Informationen können Ihnen bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Maßnahme zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs helfen. Sie können nicht die Abklärung Ihrer persönlichen Voraussetzungen durch Ihre Ärztin / Ihren Arzt ersetzen. Vielmehr sollen diese Informationen Ihr persönliches Gespräch mit der behandelnden Ärztin / dem behandelnden Arzt unterstützen.

Die folgenden Informationen beruhen auf dem Health Technology Assessment-Bericht "Dünnschichtpräparationen und computergestützte Untersuchungen von Zervixabstrichen - Medizinische Effektivität, gesundheitsökonomische Evaluation und systematische Entscheidungsanalyse". Herausgeber: Siebert U, Muth C, Scroczynski G.Velasco Garrido M, Gerhardus A, Gibis B. 2003

ISEG Hannover / Medizinische Hochschule Hannover. Alle Rechte vorbehalten. Autor: siehe Impressum.
Zuletzt geändert am: 05.04.2005
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