Alternativmedizin
Alternative und komplementäre Medizin
Alternative bzw. komplementäre Medizin wird für Patienten in Deutschland und in aller Welt immer wichtiger. Rund 90% der Deutschen halten heutzutage alternative bzw. komplementäre Heilmethoden für eine sinnvolle Ergänzung der konventionellen Medizin, über 50% meinen sogar, dass sie bei vielen Krankheiten der bessere Weg seien.
Alternative bzw. komplementäre Heilverfahren werden auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefördert. Die WHO teilt diese Heilverfahren in fünf, sich teilweise überlappende, große Gruppen:
- Alternative, tradierte Medizin-Systeme sind auf theoretischen und praktischen Systemen aufgebaut, die sich zum Teil mehrere tausend Jahre vor (wie die chinesische, die chinesisch-tibetische Medizin oder das altindische Ayurveda) oder neben der westlichen Medizin, entwickelt haben.
- Biologische Therapien nutzen natürliche Substanzen wie Kräuter, aromatische Pflanzenöle (wie die Phytotherapie oder die Aromatherapie), spezielle Diäten (z.B. die chinesische Diätetik) oder Vitamine.
- Manipulative, körperbezogene Therapien basieren auf manueller Beeinflussung eines oder mehrerer Körperbereiche (wie z.B. die Osteopathie).
- "Mind-Body-Therapien" nutzen eine breite Variation von Techniken. Sie sollen die Fähigkeit des Geistes, körperliche Funktionen und Symptome zu beeinflussen, erhöhen (z.B. Yoga).
- Energie-Therapien nutzen magnetische, auch körpereigene biomagnetische Felder.
Derzeit entwickeln in vielen Ländern Universitätsinstitute (in Deutschland z.B. in München und Berlin), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), aber auch große nationale Forschungsinstitute (das National Center for Complementary and Alternative Medicine der National Institutes of Health, Bethesda, Maryland) neue Konzepte der wissenschaftlichen Untersuchung zur Wirkung und Risikoabschätzung alternativer Therapieformen. Alle diese für die Patienten wichtigen neuen Informationen ändern sich oft Jahr für Jahr.
Der Bio-Natur-Alternativ-Boom hat viele Vor- aber auch einige Nachteile für die Verbraucher. Informationen über das, was auf die Nutzer zukommt und Vergleichsmöglichkeiten sind oft schlecht zu bekommen. Sogar gut informierte Verbraucher wissen über Grundlagen, Risiken und Nebenwirkungen meist wenig.
Diesen wachsenden Bedürfnissen nach Information und Orientierungshilfen stellt sich die BARMER GEK mit ihrem erweiterten Angebot Alternativmedizin.
Unüberschaubar sind häufig auch die Qualifikationen der Therapeuten, die derartige Behandlungen anbieten. Patienten haben die Wahl zwischen Ärzten oder Heilpraktikern mit mehr oder weniger profunden Aus- und Weiterbildungen in diesen Gebieten, Angehörigen anderer Gesundheitsberufe mit fundierten oder auch zweifelhaften Zusatzausbildungen und einer großen Gruppe von selbsternannten Heilern. Es ist oft schwer zu erkennen, wer für welche Tätigkeit qualifiziert ist und wer nicht.
Wie bei allen verbraucherorientierten Informations- und Beratungsangeboten üblich, sind die dargestellten Informationen nicht geeignet, eine Erkrankung zu erkennen bzw. sie gegen eine andere abzugrenzen oder eine Erkrankung selbstständig zu behandeln.
Zu den Kosten alternativer bzw. komplementärer Heilmethoden gibt Ihnen Ihr BARMER GEK-Kundenbetreuer gerne Auskunft.
Die wissenschaftliche Projektbetreuung liegt bei Prof. Dr. med. F.W. Schwartz, Medizinische Hochschule Hannover, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. rer. nat. G. Glaeske, Universität Bremen.
Das Angebot Alternativmedizin wird schrittweise erweitert. Eine Übersicht über die geplanten Erweiterungen finden Sie unter den weiterführenden Informationen.
Zuletzt geändert am: 04.01.2010