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Homöopathie

Grundlagen zur Homöopathie

Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, betrachtete Krankheit als ein Leiden an der "Lebenskraft". Hahnemann hat mit diesem Verständnis an der Vitalismustheorie des späten 18. und fast gesamten 19. Jahrhunderts Anteil, in der die Lebenskraft ein zentraler Begriff war. Die Symptome einer Krankheit dienten Hahnemann als die äußeren Zeichen eines Leidens.

Symptome und Zeichen einer Erkrankung sind subjektiv und daher in hohem Maße individuell. Jeder Mensch empfindet sein Leid auf seine ganz eigene Weise. Das gerade nimmt die Homöopathie auf und betrachtet genau die einem einzelnen Patienten eigenen Zeichen. Durch ein nach der Ähnlichkeitsregel ausgewähltes Arzneimittel soll die Heilung angeregt werden.

In der Praxis können verschiedene Formen der Homöopathie unterschieden werden:
  1. Die klassische Homöopathie
    In der so genannten klassischen Homöopathie wird nach ausführlicher, auch biographischer Anamnese, körperlicher Untersuchung und Fallauswertung das für den Patienten am besten passende Mittel ausgewählt - eine "personotrope" Mittelwahl. Dabei werden die individuellen Krankheitszeichen und Persönlichkeitsmerkmale nach einem ausführlichen Gespräch berücksichtigt, in dem jede Äußerung des Patienten wichtig ist. Das Arzneimittel nach dem Prinzip der Ähnlichkeit zu den dabei ermittelten Symptomen ausgesucht und in einer individuell angepassten Potenz verwendet. Das Mittel wird aus einer einzigen Grundsubstanz durch "Potenzieren" hergestellt.

  2. Die klinische oder naturwissenschaftlich-kritische Homöopathie
    Hier werden homöopathische Einzelmittel nach einer klinisch gestellten Diagnose einer Erkrankung oder nach der Ähnlichkeit der Symptome des individuellen Patienen gewählt. Wegen des Bezuges auf das erkrankte Organ oder die Funktion wird von einer "organotropen" oder "funktiotropen" Mittelwahl gesprochen. Es kann auch die Krankheitsursache berücksichtigt werden.
    Die so genannten Komplexmittel weden gleichfalls nach organbezogenen Symptomen ausgewählt, die der Erkrankung eigen. Sie dienen der Behandlung einer ganzen Gruppe von Symptomen dienen und werden aus mehreren Grundsubstanzen zusammengestellt.
  3. Zuletzt geändert am: 16.03.2006
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