Feldenkrais-Methode
Risiken
Wenn die Feldenkrais-Methode bei einem qualifizierten Feldenkrais-Trainer erlernt wird, ist sie praktisch frei von Risiken. Die Übungen werden ohne Kraftaufwand durchgeführt und bergen so keine Gefahr einer körperlichen Überlastung, wenn die Übenden die Vorgaben befolgen.
Es kann aber im Rahmen eines Feldenkrais-Kurses passieren, dass vorübergehend Beschwerden auftreten oder sich bestehende Beschwerden vorübergehend verstärken.
Da sich Emotionen in der Körperhaltung ausdrücken, wird sich eine veränderte Körperhaltung auch auf Emotionen auswirken. So ist es möglich, dass im Rahmen der Übungen neben einem neuen Körperempfinden, für viele Lernenden überraschend, auch Emotionen ausgelöst werden. Das ist vor allen im Rahmen der engen Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden bei der Funktionalen Integration vorstellbar, aber auch bei der Gruppenarbeit nicht auszuschließen.
Ein Gruppensetting bietet wenig Möglichkeiten, auf unerwartete belastende Gefühlsausbrüche einzugehen. Bei der Einzelarbeit ist das einfacher zu handhaben. In beiden Fällen ist die Einfühlsamkeit der Feldenkrais-Lehrerin oder des Lehrers gefragt, die aber in der Regel keine psychotherapeutischen Erfahrungen haben dürften. Die Feldenkrais-Methode ist keine Form der Psychotherapie.
Wenn die Feldenkrais-Methode im Rahmen einer multimodalen Psychosomatischen Therapie angewendet wird, ist die emotionale Beteiligung im Sinne eines körperlich vermittelten Selbstbewusstseins erwünscht. In einem solchen Rahmen wird mit den Patientinnen und Patienten über diese Gefühle gesprochen.
Zuletzt geändert am: 18.06.2007