Grundlagen der chinesischen Medizin
Indikationen
Indikationen aus Sicht der chinesischen Medizin
Die chinesische Medizin behandelt alle Disharmoniemuster der Organe und Funktionskreis. Das bedeutet, dass alle Krankheiten, die noch nicht zu weit fortgeschritten sind oder zu Organzerstörungen geführt haben, als Indikationen für chinesische Medizin angesehen werden. Operationen sind kein Bestandteil der chinesischen Medizin.
Psychische Erkrankungen sind aus Sicht der chinesischen Medizin Leiden, die eher spiritueller Natur sind und daher nicht von Ärzten zu behandeln sind.
Behandelt werden also Disharmonien (Syndrome) des Herzens, des Dünndarms, der Lunge, des Dickdarms, der Milz, des Magens, der Leber, der Gallenblase, der Niere und der Harnblase. Diese Syndrome können auch kombiniert auftreten, wie Herz- und Lungen-Qi-Mangel.
Die einzelnen Disharmoniemuster werden auch nach den Symptomen unterteilt, die sie auslösen. Syndrome der Milz beispielsweise würden aus Sicht der chinesischen Medizin als Milz-Qi-Mangel, Milz-Yang-Mangel, Milz kontrolliert das Blut nicht, Sinkendes Milz-Qi, Feuchte-Kälte in der Milz, Feuchte-Hitze in Milz und Magen, Trüber Schleim blockiert den Kopf und Milz-Yin-Mangel bezeichnet werden. Nach westlichem Verständnis wären dies Diagnosen wie zum Beispiel Durchfall, entzündliche Darmerkrankungen, Verdauungsstörungen (Malabsorptionssyndrom), Blutgerinnungsstörungen, Hämorrhoiden, Rektumvorfall, Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür, Kopfschmerzen und hoher Blutdruck.
Zuletzt geändert am: 06.06.2006