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Ayurveda

Risiken

Ayurveda bietet als umfassendes Medizinsystem Erklärungen für Gesundheit und Krankheit sowie neben Handlungsvorgaben für ein gesundes Leben auch Therapien für sehr viele Erkrankungen an. Ayurveda-Ärzte behandeln in Indien einen großen Teil der Erkrankungen. Darunter sind auch Erkrankungen, die nach dem Verständnis einer naturwissenschaftlich geprägten Medizin allein mit Methoden der westlich orientierten Schulmedizin diagnostiziert und behandelt werden sollten.

Daher sollte vor oder im Rahmen der Inanspruchnahme einer ayurvedischen Behandlung geprüft werden, ob die ayurvedische Medizin eine angemessene Alternative zur Schulmedizin darstellt. Es sollte keine Diagnostik oder eine nachgewiesen wirksame Therapie versäumt werden, weil sie nicht in Erwägung gezogen wird. Wesentliche Beispiele hierfür sind die Diagnostik und Behandlung von Tumorleiden und AIDS.

Ayurvedische Arzneimittel werden in der Regel aus Indien oder Sri Lanka importiert. Bei solchen Importen ist zu berücksichtigen, dass die Mittel Verunreinigungen enthalten können und die Inhaltsstoffe häufig unzureichend ausgewiesen sind.

Bei den Vorschriften zur ayurvedischen Ernährung benötigt Ghee eine besondere Beachtung wegen seines Gehaltes an Cholesterin, das durch das Erhitzen besonders schädlich sein kann.

Die im Rahmen von Panchakarma angewendeten Verfahren sind für Mitteleuropäer ungewöhnlich und anstrengend. Viele dürfen bei allgemeiner Schwäche, in der Schwangerschaft und im Alter nicht angewendet werden.

Krankheiten dürfen in der Bundesrepublik nur Ärzte sowie Heilpraktiker behandeln, die eine Zulassung haben. Ayurveda-Ärzte aus Indien oder Sri Lanka, die im Rahmen von Vortragsveranstaltungen zu Gast hier weilen, dürfen ohne diese Zulassung keine Patienten behandeln. Ihre Ausbildung ist in der Bundesrepublik Deutschland in der Regel nicht anerkannt.

Ayurveda wird von Frauen und Männern angewendet. Wenn im Folgenden Therapeuten, Ärzte, Heilpraktiker oder Personen aus anderen Berufsgruppen genannt werden, sind auch immer gleichzeitig Therapeutinnen, Ärztinnen, Heilpraktikerinnen usw. gemeint. Ebenso sollen sich Frauen und Männer angesprochen fühlen, wenn von Patienten die Rede ist.

Zuletzt geändert am: 17.09.2007
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