Anthroposophische Medizin
Grundlagen
Die anthroposophische Medizin entwickelte sich aus der Anthroposophie und ihrer Menschenkunde. In ihr werden die Erkenntnisse der Anthroposophie auf die Erkrankungen des Menschen und ihre Heilung angewendet.
Die Anthroposophie hat eine besondere Sichtweise auf den Menschen und die Welt entwickelt. Danach ist der Mensch eng mit der Natur und dem Kosmos verbunden. Das Menschenbild berücksichtigt neben den körperlichen mess- und wägbaren Fakten umfassend auch die seelischen und geistigen Aspekte des Menschen. Die anthroposophische Medizin ist wie die anthroposophische Pädagogik, die Landwirtschaft und die Architektur in die Konzepte der anthroposophischen Lebensführung eingebettet.
Das Konzept der anthroposophischen Medizin besagt, dass im Menschen vier Wesenbereiche in einem dreigegliederten funktionellen System zusammen wirken. Krankheiten sind folglich Ausdruck von Unregelmäßigkeiten und einem gestörten Gleichgewicht unter den Wesensbereichen und im funktionellen System. Die anthroposophische Medizin verfügt auf der Basis dieses Konzeptes über eine umfassende Vorstellung davon, wie Kinder gesund aufwachsen und erzogen werden sollten und was für ein gesundes Leben insgesamt notwendig ist. In der Therapie sollen die Selbstheilungskräfte des Organismus angestoßen sowie die Individualität gestärkt werden.
Zuletzt geändert am: 12.09.2006
Weiterführende Informationen